Macht jedem Gameboy-Konkurrenz: Die Budapester Metro und ihre Sounds.



Wieder da, wieder gut.
Fehlt nur noch das neue Album der Propellerheads, auf das wir seit 1998 warten.


Gute Böse |

Die Auffassung ist nicht neu, steht aber heute glücklicherweise mal wieder schwarz auf weiss in einer Zeitung: «Raubkopien sind nicht immer nur schlecht für die Film-, Software- und Musikbranche. Sie können auch für Gratis-Werbung und damit für höhere Gewinne sorgen.»

Der Artikel nimmt Bezug auf die Studie Promotional Piracy von Karen Croxson (Uni Oxford) und stellt fest:

- Nicht alle 'Piraten' sind auch potentielle Käufer
- 'Illegale' Downloads können Bands bekannter machen und führen so statt zu Verlusten zu Mehreinnahmen: «Piraterie treibt den Konsum an, Konsum treibt den Hype an und der Hype wiederum verstärkt die künftige Nachfrage.»

tages-anzeiger.ch: Manche Piraten nützen der Musikindustrie


PS: Ins gleiche Kapitel gehört übrigens auch das Thema 'Manche Gratis-Inhalte im Internet nützen den Medienhäusern'.

PPS: Interview mit Karen Croxson bei Economics in Action.


Kapo Kunst |

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Nicht wegen der Mauer, in die GC-Spieler Antonio Dos Santos letzte Nacht gefahren ist, erinnert mich dieses Bild an Jeff Wall. Es ist die Ästhetik: Eine unheimliche Szenerie, gut ausgeleuchtet. Etwas ist passiert, aber die genauen Umstände bleiben im Dunkeln der Nacht. Wo sind die Protagonisten? Wo die Strasse, auf der das Auto fuhr?

Polizeifotografen mit einem Sinn für das Gute Bild sind keine Seltenheit. Die Fotografien von Arnold Odermatt seit den 1950er Jahren oder die Ausstellung The Art of the Archive 2005 im Zürcher Kunsthaus sind nur zwei Beispiele in einer Reihe von Werken, bei der die Dokumentation mehr als schlichte Repräsentation ist.


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Richi's Snack-Bar. Aktions-CD's. Pappa's Tasse: Sie verfolgen uns, sie quälen uns. An Strassenecken, in Kleinanzeigen. In SMS und auf Zeitungspapier. Doch was vermeintlich für ein Phänomen des lässigen und oft zu unrecht diagnostizierten laissez-faire unseres Zeitalters gehalten werden könnte, war früher bereits Usus. Apostrophe, wo keine Apostophe hingehören, gab es bereits im 19. Jahrhundert. Zum Beispiel: In der NZZ vom 1. Januar 1868.

«Von den vielen, die heute einen ernsten Blick in die Zukunft werfen, sind gewiss Alle einig, dass die Lage Europa’s eine bedenkliche sei; und doch muss bei näherm Nachdenken Jedem klar werden, dass die befürchteten Katastrophen weniger eine Konsequenz der Dinge als der Tagesmeinungen seien – mit anderen Worten: Die Menschen wollen es so haben.»

Oder am 1. Februar 1870:

«Die Einwürfe gegen die Inventarisation sind sehr schwacher Natur. Man sage, bemerkt der Redner, dass die amtliche Inventarisation ein Eingriff in’s Hausrecht, dass sie unrepublikanisch und eines freien Bürgers unwürdig sei. Aber es sei auch unrepublikanisch und eines freien Bürgers unwürdig, sein Vermögen nicht voll und ganz zu versteuern.»


Doch der NZZ ist kein Vorwurf zu machen, denn erst in der Reform der deutschen Rechtschreibung von 1901 wurde die Verwendung des Apostrophen vor dem Genitiv-s für normwidrig erklärt (wiki). Was heisst: Genau 107 Jahre hatten wir Einwohner des deutschen Sprachraumes Zeit, uns umzustellen. Und noch immer habens nicht alle kapiert.


-- Mehr:
- Tubelapostroph-Kompetenzzentrum Basel - I, II, III
- Apostrophitis (Wikipedia)
- Apo'strophen-Alarm
- Rettet den Apostroph

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Abwarten und Tee trinken. Nie hat diese Redewendung mehr Sinn gemacht als beim Warten auf die Lieferung einer neuen Kaffeemaschine.


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Die VBZ sind nicht nur erst seit kurzem überall dort, wo deine Party, dein Vergnügen und dein alles ist. Nein. Die VBZ war schon immer da. Generalstreik anno 1918? Züri brännt in den 80ern? Die VBZ war da. Und auch kürzlich war sie da, als sich das Internet vermeintlich selbst revolutionierte. An die grosse Glocke hängen geht nicht, denn da hängen schon die Amag, die Credit Suisse und Coca Cola. Und die Uni, natürlich. Aber für ein kleines Gedenkschildchen hat es doch gereicht: 2.0 im 2006. Zielsicher würdigt die VBZ das Jahr des Durchbruchs des Web2.0. Zuvor wars 1.2, ganz richtig. 1993, die Geburt des ersten Browsers. Und es hat noch Platz für mehr. 3.0 im August 2010 - die globale Lösung des Spam-Problems, niemand mehr bei Facebook und das Konzept von Musik als Album ein Eintrag im Geschichtsbuch.


One hell of a trailer to restart one hell of a blog.


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say no more


Fehler in Pendlerblättern aufzuspüren und zu kritisieren ist ja in etwa so kreativ wie Klimawandel als Wahlkampfthema im nun endenden 2007. Aber einfach so ruhig dasitzen geht auch nicht, denn: Wenn die Redaktionen schon bei der Populärkultur keine Gedanken an den Wahrheitsgehalt ihrer Elaborate verschwenden, wie steht es dann um die nur schon geringfügig gesellschaftlich relevanteren Themen? Am liebsten gar nicht erst drüber nachdenken? Willkommen in der Logik des Gratis-Journalismus. Bevors nun aber ausartet: Findet den Fehler, liebe Blog-Leser:

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(heute)


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Lust auf bessere Unterhaltung? Auch heute erschienen: Der Schweizer, die neue SVP-freundliche Tageszeitung der WoZ - ein Stutz, am Kiosk.


Zwar nicht neu, aber ein Instant Classic: South Park zu Gast bei World of Warcraft.

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Teil 1

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Teil 2


Via dem überaus empfehlenswerten nicorola musikblog erreicht uns eine Nachricht aus dem fernen Kanada, bzw. dessen Wirtschaftsministerium: «Our analysis of the Canadian P2P file-sharing subpopulation suggests that there is a strong positive relationship between P2P file-sharing and CD purchasing. That is, among Canadians actually engaged in it, P2P file-sharing increases CD purchasing

Arme Musikindustrie: Zuerst erhöht der kostenlose Tausch ihres Produktes ihren Umsatz und jetzt muss erst noch ein neuer Sündenbock her.


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golem.de: P2P-Studie: Filesharer kaufen mehr CDs
ic.gc.ca: The Impact of Music Downloads and P2P File-Sharing: Summary of findings

PS: Findet die 100 Unterschiede: Mal das mit dem vergleichen, liebe A&R-Manager. Das eine ist die Nachfrage nach euerem Angebot, das andere das Abbild des Hörverhalten euerer Zielgruppe.


Anstatt den Rest eines linken Selbstvertrauens am 25. November vollends und stilsicher an die Wand zu fahren, hat Chantal Galladé nun doch Grösse gezeigt und ihre Ständeratskandidatur zurückgezogen. Damit nimmt sie Schlagzeilen wie "SVP als lachende Dritte" ihren Schrecken und bewahrt den Kanton Zürich wohlmöglich vor zwei grossen Schritten in Richtung 18. Jahrhundert: Ueli Maurers Einzug in den Ständerat und damit zusammenhängend Ulrich Schlüers Nachzug in den Nationalrat.

Und jetzt, ab an die Urnen. Auch ihr da bitte, ist jetzt ja nicht mehr so schwierig. Einfach "Verena Diener" aufs Zettelchen schreiben.


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nzz.ch: Chantal Galladé verzichtet
tages-anzeiger.ch: Galladé zieht sich zurück

Update
Lieber Maurer als Diener? SVP-ler vor Gericht, die grosse Liste